Ihr habt es ja schon gehört mit Luzie und ihren Ängsten. Naja… Terrier… Lautes Geschrei und kaum im Flugzeug fangen sie schon an zu speien und machen alles terrierschmutziggraugrün. Heute morgen, als sie, noch recht blass, bei uns an den energetischen Frühstückstisch kam, boten wir ihr bisschen alten Fisch in grüner Haut an. Na, fand die das lustig
Sie rührte lustlos in ihrem Kaffee herum und war nur schwer aufzuheitern. Gut, dass es das lustige Oli gibt!
Überraschung!!! Wir nahmen das Luzie zwischen uns und erzählten ihr auf dem Flug, dass sie heute weitertrainieren dürfe. Heute auf dem Segelflugplatz für Hobbyflugzeuge. Meine Güte, hat die sich angestellt… Dabei haben wir ihr gesagt, dass die Dinger eigentlich meistens schon oben bleiben. Total undankbar. Wir machen die Flugstunde extra aus, damit sie mal rauskommt und gleich wieder dieses Gejaule. Terrier… Terrier, die nie aus der Bücherstube gekommen sind… Die soll mal froh sein, dass sie nicht, wie wir früher, in die Schweiz übers Marterhorn fliegen muss!
Wir haben sie dort abgeliefert und ich habe einen kleinen Ausflug zu meinen diversen Bauunternehmen gemacht. Alles floriert in ungeahntem Ausmaß! Die Straße bei Frauchen gegenüber steht komplett im Gerüst! Wir sind gerade beim Dachziegelrunterwerfen. Abschussrampe nach unten. Die anderen Baustellen habe ich gleich in der Nähe. Schwer, mit dem Auto zu fahren, ohne an das Oli zu denken. Aber es ist wie früher… sie mag keine Bagger. Sie mag keine Baustellenabsperrungen mit bunten Bändern, keine Gruben, wo kleine Beagles reinfallen können, sie mochte nichtmal das Geräusch, als wir gegenüber die ganzen Fenster von oben in den Container geworfen haben. Ok, vielleicht hätten wir nicht immer um halb 7 anfangen sollen…
Aber ich bin weiter bemüht, dass es ihr gut geht! Wenn sie spazierengeht, schiebe ich jedesmal, genau in dem Moment, wo sie aussteigt, mit aller Kraft alle Wolken zur Seite. Wo sie doch die Sonne soooo mag. Momo muss die Wolken immer hüten (bei vielen Wolken auch nicht leicht, aber sie ist ein Arbeitsschäfer mit langer Zunge, das geht schon). Und wenn die Wolken nicht parieren, dann gibts ein Stachelhalsband oder einen E-Schocker. Das mögen sie nicht, weil sie dann vor Schreck ihr ganzes Wasser rauspinkeln – das dürfen bei Wolken nur die Kinder so einfach.
Kürzlich mussten wir auch noch Stauhelfer spielen. Kurz vor Nürnberg ist doch auf einmal die Autobahn dicht. Frauchen im Stau? Bei Hitze?? Nein, die kleine Oli kann das doch gar nicht sehen!!! Ich hab meinen Bautrupp zusammen mit dem dicken Billy und Charly rausgeschickt, die mussten den Stau Richtung München auf die andere Autobahn abdrängen. Momo musste die Wolken schnell freilassen, damit sie über die Autobahn wandern – ohne Pinkeln, das hab ich gleich dazu gesagt! Biene und ich haben uns in ein energetisches Polizeiauto gesetzt, den Staumelder auf die neue Autobahn abgewandelt und, als Frauchen auf einmal fahren konnte, fröhlich von drüben gewinkt:
Gute Fahrt, ihr alle
)
(Von der Segelflieger-Luzie erzähl ich besser nichts heute. Sie sagt, sie frühstückt in Zukunft alleine. Dabei lässt die nur ihren Frust an uns aus, weil ihr Frauchen für die neuen Hunde – also nicht für die arme, schwitzende Luzie damals – eine Kühldecke gekauft hat – obwohl die auch noch mehr Fell haben als sie… dürfen wir aber nicht ansprechen. Da guckt sie ganz böse und zeigt ewig ihre Zähne…)
